Führerschein im Scheckkartenformat

Führerschein Ukraine

In Zusammenarbeit mit der Bundesdruckerei International Services GmbH und der Siemens Business Services GmbH & Co. OHG betreut INTRAPROC in der Ukraine derzeit in einem landesweiten Projekt die Ausgabe des Führerscheins auf Plastikkarte realisiert.

Aufgrund der großen Ausdehnung des Landes und der fehlenden Infrastruktur war eine zentrale Produktion wie in Deutschland bei der Bundesdruckerei nicht möglich. Gefordert wurden vielmehr lokale und autonome, und aus diesem Grund auch kostengünstige Lösungen. Ebenso wichtig waren jedoch Aspekte wie die Langlebigkeit der produzierten Karten und eine hohe Fälschungssicherheit. Auf diese Anforderungen zugeschnitten ist der PRO-LX aus dem Hause FARGO.

Die zu bedruckenden Karten werden im Offset vorgedruckt und bei der Führerscheinausgabe mit Bild und persönlichen Daten 4/1-farbig personalisiert. Anschließend werden die Karten beidseitig laminiert. Hierbei wird ein spezielles Filmlaminat mit landesspezifisch-hoheitlichen Hologramm-Motiven verwendet, bei dessen Entwicklung INTRAPROC als Partner beratend und für umfangreiche Tests zur Verfügung stand.

Die Vorteile des PRO-LX liegen in der Bedruckung und Laminierung der Karten in einem Arbeitsgang sowie in der benutzerfreundlichen und einfachen Handhabung. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die langen Wartungsintervalle und einfachen Handgriffe beim Wechseln von Farb-, Laminat- oder Reinigungsbändern entscheidend.

Da ein Service mit kurzen Reaktionszeiten von Deutschland schon allein aufgrund der Transportzeiten kaum realisierbar war, fand Anfang August 2002 eine einwöchige Schulung in Berlin für mehrere ukrainische Techniker statt, die diese Aufgabe lokal wahrnehmen werden. Neben einer allgemeinen Benutzereinweisung, die so auch an die Bediener der einzelnen Stationen weitergegeben wird, fand auch eine detaillierte, technische Unterweisung statt. Mit den erworbenen Kenntnissen, so Andre Bauer, verantwortlicher Mitarbeiter seitens INTRAPROC, seien die ukrainischen Techniker nunmehr in der Lage, selbstständig die Drucker einzurichten, eine regelmäßige, intensive Wartung vorzunehmen und – falls einmal erforderlich – auch Reparaturen durchzuführen.

Zeitgleich mit der Schulung wurden die ersten 55 Drucker PRO-LX einschließlich Verbrauchs- und Wartungsmaterial ausgeliefert. Die Inbetriebnahme der Drucker erfolgte im September 2002. Nach einer Vorfinanzierung in der Startphase ist langfristig geplant, dass die Kosten für Wartung und Anschaffung der Drucker durch die Ausgabe der Führerscheine und der erhobenen Gebühr getragen werden.